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Immobilienkauf nahe Golfplätzen kann sich richtig lohnen!
Hierzu haben wir für Sie einige Pressestimmen aufgefangen. Wählen Sie unter nachfolgenden Titeln:
Golfimmobilien - Mehr als Leidenschaft
Ein Domizil am Grün verspricht eine stabile Wertentwicklung - vorausgesetzt, die Lage stimmt. Doch längst nicht alles, was sich "Golfimmobilie" nennt, verdient diesen Namen.
Wach werden, frühstücken, Caddy packen und raus auf das Fairway. Kein Warten auf Abschlagzeiten, nicht mit dem Tross von Loch zu Loch ziehen. Das verheißungsvolle Grün vor Augen, die Driving-Range nebenan, Lunch im Kreis der Familie, später eine entspannte Golfrunde in der Dämmerung. Dort zu wohnen, wo Liebhaber des Sports ihre Bälle schlagen, übt nicht nur auf leidenschaftliche Anhänger großen Reiz aus.
Höhenflug. Auch manchen Nicht-Golfer lockt die Immobilie am Fairway. Kein Wunder, dass das Angebot an Objekten mit Blick auf Abschlag oder Putting-Green rasant wächst. Seitdem Golfen europaweit Trendsport ist, haben Immobilienanbieter verstärkt die finanzkräftige Klientel im Blick. "Sobald von Golf die Rede ist, fällt oft jede Preishemmung ", beschreibt Werner Steuber, Chef der Deutschen und Schweizerischen Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz, das Angebot so manchen Bauträgers. Tatsächlich legten die Preise für Villen und Apartments am Golfplatz zuletzt deutlich zu, zumindest in den bevorzugten europäischen Kaufregionen Spanien, Portugal und Frankreich.
Ein Domizil am Grün unter südlicher Sonne erhöht nicht nur die Chancen auf ein besseres Handicap. Auch finanziell kann der Erwerb zum Ass werden: Eine Immobilie nahe einem begehrten, exzellent gemanagten Golfplatz sichert selbst in einem abkühlenden Markt langfristig eine stabile Wertentwicklung. Das gilt vor allem in Regionen, die auch in der Gunst von Nicht-Golfern ganz oben stehen (siehe "Spitzenpreise im wetterfesten Süden").
Schließlich sind Golfplätze - und mit ihnen die dazugehörigen Immobilien - nicht beliebig vermehrbar. Vorsicht geboten ist dagegen bei Angeboten und Regionen zweiter Wahl (siehe "Checkliste"). Nicht alles, was sich "Golfimmobilie" nennt, verdient auch diesen Namen. Die Nähe zum durchschnittlich gepflegten Neun-Loch-Platz jedenfalls genügt nicht, um Haus oder Wohnung mit dem Prädikat "Golf" zu versehen.
Ohnehin verdanken viele Eigentümer den einträglichen Wertzuwachs ihres Objektes nicht allein dem Trendsport. Vor allem in Spanien und Frankreich boomt bereits seit Jahren die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Entsprechend steil ging die Preiskurve nach oben. Wer vor fünf Jahren an der spanischen Costa del Sol oder der französischen Mittelmeerküste ein Haus erwarb, freut sich über einen Wertzuwachs von bis zu 40 Prozent pro Jahr.
Die hohe Nachfrage nach Feriendomizilen sorgt vor allem in den Ländern rund ums Mittelmeer für ein wachsendes Angebot an exklusiven Objekten. "Bauträger nutzen das Thema Golf, um ihre Immobilien lukrativ zu vermarkten", weiß Christian Seyrer, Inhaber des Augsburger Maklerbüros Global Immobilien Service (GIS). Tatsächlich liegen in Frankreich die Preise für Häuser und Wohnungen mit direktem Zugang zum Grün um 15 Prozent über dem Marktniveau.
"Die Villa oder das Apartment am Golfplatz gilt als Luxusgut und das ist weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen", erklärt Seyrer die Vorliebe für die Spezialimmobilie. Allein an der spanischen Küste tummeln sich weit mehr als 100 Bauträger auf dem Markt.
Besonders munter ist das Treiben in Spaniens Golfregion Nummer eins, der Costa del Sol. Dort finden sich rund 50 Plätze. So entstehen etwa in Mijas, zwischen Marbella und Málaga, auf dem 400 Hektar großen Park La Cala 150 Villen - zusätzlich zu den bereits vorhandenen 450 Häusern und Wohnungen. Weiter westlich, vor Gibraltar, wächst die Urbanisation Sotogrande um 250 Villen und Apartments. Zu ihr gehört der legendäre Golfkurs Valderrama. Besondere Exklusivität erlaubt sich das neue Edelresort La Zagaleta nahe Marbella: Spielen darf auf dem 18-Loch-Platz nur, wer auch ein Grundstück kauft - 600 000 Euro für 3000 Quadratmeter.
Kauflust. Vor allem Briten und Skandinavier bescheren Entwicklern und Verkäufern seit Jahren gute Umsätze und hohe Margen. "Obwohl schon im vergangenen Jahr jeder sagte, der Markt habe den Zenit überschritten, dreht sich die Preisspirale in Frankreich noch immer nach oben", wundert sich Gert Eimer, deutscher Makler mit französischer Lizenz. "Jetzt wird erwartet, dass sich die Preise im kommenden Jahr normalisieren", sagt der Experte für Immobilien an der Côte d’Azur.
In Spanien und Portugal hat sich der Markt bereits beruhigt. Damit kommen auch die preissensiblen Deutschen wieder. "Die zuletzt eher verhaltene Nachfrage belebt sich", sagt Peter Ondruska, Deutschland-Repräsentant des Resorts Sotogrande. Potenzielle Kunden gibt es in Deutschland genug. Seit 1995 verdoppelte sich die Zahl der aktiven Golfer auf mittlerweile 500 000. Tendenz steigend, prognostiziert die Golf & Tourism Consulting aus Lüneburg. Schließlich, so das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungsunternehmens, haben mehr als vier Millionen Deutsche ernsthaftes Interesse am Spiel mit Ball, Holz und Eisen.
Riesige Gelände samt Wohnpark wie in Spanien existieren hier zu Lande kaum. Selbst in Deutschlands größtem Golfzentrum Bad Griesbach sind Offerten für Immobilien am Green selten. Im neuen Resort Bad Fleesensee an der Müritzer Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern können immerhin 70 Käufer jeweils 1000-Quadratmeter-Grundstücke erwerben und sich ihr Landhaus bauen.
Wettertest. Wer das ganze Jahr über an seinem Handicap arbeiten will, sucht seinen Zweitwohnsitz ohnehin eher unter südlicher Sonne. "Das Klima spielt die wichtigste Rolle", sagt Holmar Knoerzer, Doyen der Golfliteratur. Die vergleichsweise rasch und auch per Flug kostengünstig erreichbaren Balearen und Kanaren, Andalusien, Portugal und Südfrankreich sind daher die beliebtesten Kaufregionen für Mitglieder der europäischen Golfgemeinde. Sie rangieren in der Gunst deutlich vor weit entfernten und für einen Kurztrip kaum geeigneten Zielen in den USA oder Südafrika.
Dünn gesät ist das Immobilienangebot im Mutterland des Golfsports: Irlands Anlagen reüssieren eher durch herausragende Kurse in spektakulärer Landschaft, Luxusclubhaus und Rundum-Wellness-Angebot im Fünf-Sterne-Hotel - wie jüngst das 100-Millionen-Euro-Projekt The Heritage at Killenard nahe Dublin. Auch in Italien hat sich das Wohnen am Grün noch nicht durchgesetzt.
Anders in Österreich: In der Nähe von Wien entstand mit dem Fontana auf 170 Hektar Fläche ein Projekt nach US-Vorbild: ein 18-Loch-Golfplatz, Tennisanlage, Fitness-Center und Sauna - dazu 183 Häuser und Wohnungen.
Bauwut. "Allerdings gibt es genug Beispiele dafür, dass Golfen und Wohnen nicht immer passen", kritisiert Knoerzer die mancherorts ungehemmte Bauwut. Im geplanten Park Arenal Golf in Benalmádena nahe Málaga etwa rücken die Häuser extrem nah ans Grün. Dass die Planung einer Golfsiedlung der Quadratur des Kreises ähnelt, weiß auch die auf Greens spezialisierte Freisinger Landschaftsarchitektin Meike Horstmann. Schließlich liege der Reiz des Sports gerade darin, in der Abgeschiedenheit der Natur seine Bälle zu schlagen. "Platz- und Wohnarchitektur müssen sensibel aufeinander abgestimmt sein." Nur so ist der wirtschaftliche Erfolg von Platzbetreiber wie Hauseigentümer gesichert.
Die Immobilie und der Betrieb des Golfplatzes sind dabei eng verknüpft. "Eine Golfanlage unterstreicht durch ein hochwertiges Immobilienangebot ihre Exklusivität", urteilt Horstmann. Umgekehrt erhält die Villa am Grün ihren Wert erst durch die Qualität des Platzes. Architektonische Massenware ist am Fairway deshalb ebenso wenig gefragt wie die Wohnung gleich neben der Driving-Range. Und den Hauskauf am schlecht gemanagten und schludrig gepflegten No-Name-Platz macht auch die beste Wohnarchitektur nicht zum lukrativen Langzeitinvestment.
Exklusivität. Im Wert steigen dürften Immobilien auf Dauer indes an jenen Fairways, die zu den Pilgerstätten der Fans zählen. Die Anlage sollte an einem exklusiven Ort liegen und von einem großen Namen der Golfplatzarchitektur geplant sein – allen voran Vater und Sohn Robert Trent Jones. Der Senior entwarf so berühmte europäische Plätze wie Valderrama oder Penina, erster Kurs an der Algarve, der Junior unter anderem den Country Club bei Moskau.
Begehrt sind auch Plätze von legendären Spielern wie Pete Dye oder Tom Fazio, Gary Player oder Greg "White Shark" Norman. Severiano Ballesteros entwarf unter vielen anderen auch den Club de Golf im spanischen Oliva Nova. Bernhard Langer zog es zuletzt nach Mauritius, wo er eine ganze Insel, die Ile aux Cerfs, zum Golfplatz machte. Und Jack Nicklaus arbeitet gerade an einer Anlage in Marokko, eine ebenso wie Ägypten aufstrebende Golfdestination in Nord-afrika. Südlich von Marrakesch plant die Golflegende auf 285 Hektar einen 18-Loch-Platz mit 410 angrenzenden Villen und 144 Apartments.
Ermäßigte Aufnahmegebühren, reduzierte Mitgliedsbeiträge oder bevorzugte Abschlagzeiten reichen indes als Kaufargument nicht aus - zumindest wenn Wertzuwachs langfristig das Ziel ist. Golfende Hauskäufer sollten diese Annehmlichkeiten als das nehmen, was sie sind: ein willkommenes Sahnehäubchen und Incentive für künftige Interessenten.
von Anne Wiktorin capital.de, 19.04.2006 © 2006 capital.de © Foto / Illustration: , dpa
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Golfimmobilien Checkliste
Immobilien am Fairway zahlen sich aus, wenn Käufer einige Regeln beachten.
Vorfahrt für Golfer. Wer sich für ein Neubauprojekt entscheidet, muss sicher sein können, dass der versprochene Golfplatz gebaut wird. Bei seriösen Vorhaben entstehen zuerst Platz und Clubhaus, danach - oder zumindest zeitgleich - werden Wohngrundstücke erschlossen und bebaut.
Platzvorteil. Ein Neun-Loch-Platz lockt keinen Langzeit-Golfer. Mindestens 18 Löcher sollten gespielt werden können. Der Wert der Immobilie steigt, wenn der Course ein Meisterschaftsplatz ist oder die Handschrift eines namhaften Architekten trägt. Ein Muss ist die Driving-Range, Pluspunkte sind ein angeschlossener Kurzplatz und Golfplätze in der Umgebung.
Fairway im Blick. Die Mikrolage entscheidet über Preis und Wertzuwachs. Dabei gilt: Je näher Haus oder Wohnung am Grün liegen, um so besser. Hier ist das Angebot extrem begrenzt, entsprechend knapp - und dauerhaft teuer - bleibt das Gut Immobilie.
Mehr als Golf. Wo die Tochter reiten und der Sohn Tennis spielen kann, wo das Meer nicht weit ist und man zum Einkaufen oder Sightseeing in die Stadt fahren kann - kurz, wo es mehr zu tun gibt als nur Bälle zu schlagen -, können Käufer auch mit einer stabilen Immobilienrendite rechnen. Schließlich erweitert das größere Freizeitangebot im Fall des Wiederverkaufs auch den Käuferkreis.
Sonderkonditionen. Wer am Fairway wohnt, will jederzeit zum Abschlag schreiten dürfen. Vergünstigte Beitritts- und Mitgliedsgebühren im Club, aber auch bevorzugte Abschlagzeiten sollten selbstverständlich sein.
von Anne Wiktorin capital.de, 19.04.2006 © 2006 capital.de
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